Kein One-Hit-Wonder! Digitale Live-Events im Fokus


Knapp ein Jahr nach dem ersten pandemiebedingten Lockdown ist klar: Digitale Live-Events sind nicht nur Übergangslösung oder Notfalloption, sondern eine echte Alternative zur klassischen vor-Ort-Veranstaltung. Der Grund: Mehr Menschen können ortsunabhängig und zeitsparend teilnehmen, sich informieren und mitsprechen.

Digitales Live-Event ja… aber welches?

Auch langfristig werden digitale Live-Events somit je nach Anlass, Thema und Zielgruppe einige analoge Veranstaltungen ablösen oder ergänzen. Solange die Corona-Pandemie größere Menschenansammlungen unmöglich macht, sind sie ohnehin die einzige Option für unmittelbaren Austausch.

Grundsätzlich lassen sich alle Formen analoger Veranstaltungen auch ins Digitale übersetzen: Vom informierenden Auftaktevent bis zum inhaltlich komplexen Fachworkshop ist alles möglich. Als Impuls finden Sie im Folgenden einige Umsetzungsbeispiele aus unserer Beteiligungspraxis.

Das aktivierende Auftaktevent

Eine Variante ist die klassische Auftaktveranstaltung. Der Dialogprozess steht bevor, über Ablauf und Beteiligungsmöglichkeiten soll informiert und zum Mitmachen motiviert werden. Abbildung einer Veranstaltung auf www.klimaforum.buchholz.de Dafür können wir auf der DIALOG BOX unkompliziert einen Live-Stream einbetten, indem beispielsweise der Bürgermeister Rede und Antwort steht und unbegrenzt viele Interessierte ohne Anmeldung zusehen – wie in Buchholz im Rahmen der Beteiligungsphase zum Klimaschutzprozess.

Nach einleitenden Worten oder einem Impulsvortrag können Zuschauende live auf der Dialogplattform Fragen stellen und die Fragen Anderer bewerten. Die Moderation gibt die interessantesten Fragen an die Protagonist*innen der Veranstaltung, die live antworten. Als Zugpferd dient eine Person, die für die Zielgruppe besonders interessant ist. So kommen möglichst viele Interessierte auf die Plattform und das Event ist der Einstieg in die weitere Beteiligung.

Das thematische Diskussionspanel

Ähnlich lassen sich auch komplexere Diskussionsformate umsetzen – per Livestream und mit der Möglichkeit, Fragen und Beiträge einzubringen. Abbildung einer Veranstaltung auf www.digitalstrategie.nrw
Über klare inhaltliche Blöcke und indem sich mehrere Protagonist*innen per Videokonferenz zusammenschalten, kann in diesem Format aber auch tiefer in ein Thema eingetaucht werden. So lebt das Diskussionspanel vom Austausch zwischen den Protagonist*innen untereinander und mit den Zuschauenden, sodass mehrere Perspektiven auf ein Thema beleuchtet werden.

Umgesetzt haben wir dieses Format zum Thema Digitalisierung der Bildung. Digitalminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart und die Ministerin für Schule und Bildung Yvonne Gebauer (beide NRW) diskutierten dazu im Sommer 2020 mit Interessierten. Neben der aktivierenden Rolle können bei solchen Events die Beiträge der Teilnehmenden auch wichtige Hinweise und ungeklärte Fragestellungen enthalten – im Nachgang dieses Events wurden deshalb für maximale Transparenz auch unbeantwortete Fragen beantwortet.

Das interaktive Konsultationsevent

Eine dritte Umsetzungsvariante digitaler Live-Events bezieht Zuschauende noch direkter ein: Hier können Interessierte nicht nur Fragen und Beiträge einbringen, sondern auch selbst über das Interaktionstool Sli.do Rückfragen beantworten. Abbildung einer Veranstaltung auf www.digitalstrategie.nrw
Von Kurz-Umfragen mit Multiple Choice bis hin zu Wortwolken ist alles möglich, um das Feedback der Teilnehmenden einzuholen, in die Diskussion einzubeziehen und im Nachgang der Veranstaltung auszuwerten und weiter zu nutzen.

Für Zuschauende sind die Interaktionsmöglichkeiten übersichtlich und niedrigschwellig neben dem Live-Stream eingebettet. Für diejenigen, die das Event verpasst haben und im Nachhinein ansehen, werden die Ergebnisse der Feedback-Fragen ins Videosignal eingebunden. Insgesamt lässt sich so mit überschaubarem Aufwand eine abwechslungsreiche Mitmachmöglichkeit umsetzen, an der Interessierte idealerweise in der Mittagspause oder zum frühen Feierabendteilnehmen können. Im Rahmen der Überarbeitung der Digitalstrategie in Nordrhein-Westphalen haben wir dieses Format im Januar 2021 erstmals durchgeführt, bis zu 15 weitere Events dieses Formats sind für 2021 geplant.

Der kollaborative Workshop

Neben öffentlichen Veranstaltungsformaten lassen sich selbstverständlich auch geschlossene Fachworkshops oder Zukunftswerkstätten in kleineren Runden digital abbilden – verwaltungsintern, mit eingeladenen Stakeholdern oder mit angemeldeten Bürger*innen.Abbildung eines digitalen Whiteboards Auch Konferenzen mit Kleingruppenarbeit lassen sich über sogenannten Breakout-Räume problemlos umsetzen.

Für die Umsetzung nutzen wir die verbreiteten Videokonferenztools, teilen Präsentationen und arbeiten ergänzend mit digitalen Whiteboards wie Miro oder Conceptboard. Darauf können Teilnehmende ihre Ideen und Meinungen selbst in vorbereitete Vorlagen eintragen. Die Auswertung wird so schon im Workshop vorbereitet. Für Fachworkshops stellen wir erfahrene und geschulte Online-Moderator*innen und greifen auf unsere Erfahrungen aus dem vergangenen Jahr zurück. Einige unserer wichtigsten Learnings: Ziel- und ergebnisorientiert planen, einfache Aufgaben und Toolfunktionen nutzen und erklären, Output vorgeben („3 Ideen“, nicht: „so viele Ideen wie möglich“), Pausen einplanen und einhalten, nicht zu viele Teilnehmer*innen in Arbeitsgruppen sowie angenehme Atmosphäre schaffen mit transparenter Meeting-Netiquette.

Beteiligen wir gemeinsam?!

Selbstverständlich lassen sich verschiedene Formate auch kombinieren und individuelle Lösungen für Ihren Bedarf finden. Als digitale Partizipationsexpert*innen gestalten wir gemeinsam mit Ihnen die Methoden und konkretisieren den Ablaufplan Dabei haben wir Datenschutz, gewünschte Ergebnisse und die Bedürfnisse der Teilnehmenden stets im Blick. Lassen Sie uns gemeinsam eine Lösung gestalten!
Wir freuen uns über Ihre E-Mail oder einen Anruf unter der Nummer +49 30 97006-355.


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